Winzer von der Mosel

Die Mosel ist eines der ältesten, bekanntesten, schönsten und faszinierensten Weingebiete Deutschlands. An den Schieferhängen entlang des Mosel-Flusses werden einige der besten Rieslinge der Welt geschaffen. In den letzten Jahren werden auf den 8.800ha Rebflächen auch immer mehr Spitzenweine aus Spätburgunder-, Grauburgunder-, Chardonnay- und Merlot-Trauben angebaut. Die Steillagen erfordern viel Schweiß, Expertise und Einfühlungsvermögen von den Winzern.

Die besten Mosel Rieslinge sind elegant, mineralisch und fruchtig, haben eine spritzige Säure, sind sehr langlebig und haben sehr komplexe Aromen von Zitrusfrüchten, grünen Früchten, Steinfrüchten und tropischen Früchten. Die hochwertigsten Rieslinge sind die Großen Gewächse von VDP Winzern, zum Beispiel von Heymann Löwenstein. Bekannt ist die Mosel auch für einige der besten Süßweine der Welt, vor allem Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eisweine aus Riesling-Trauben.

 

Bei World of Boutique Wines können Sie Weine der Winzer Heymann-Löwenstein, Albert Kallfelz und Peter Jostock sowie Sekte von Saar-Mosel-Winzersekt bestellen. Wie in den meisten anderen Weinregionen fällt die Auswahl der besten Winzer schwer. Aus unserer Sicht zeichnen sich diese Winzer vor allem durch ihre hohe Qualität, das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, ihre Wein-Philosophie und ihre Innovativität aus.


Klima

An der Mosel herrscht ein ganz besonderes Klima. Durch die Eifel und den Hunsrück geschützt, ist das Moseltal trockener als fast alle anderen Regionen Deutschlands und sehr warm. Milde Temperaturen im Winter und während des Sommers hohe Temperaturen am Tag und milde Nächte sowie eine hohe Zahl von Sonnenstunden sind ideal für den Weinbau, insbesondere von Rieslingen und Spätburgundern. Auf Grund der vielen Flußschlingen unterscheidet sich das Mikroklima von Weinberg zu Weinberg. Das Klima ist nicht nur besonders gut für Wein, sondern auch für seltene Tierarten, die sonst nur am Mittelmeer und in anderen warmen Gebieten vorkommen, wie der Montpellier-Ahorn und der Apollo-Falter.

Eine Besonderheit des Weinbaus an der Mosel ist der Steillagenweinbau. Früher gab es an den meisten Moselsteillagen noch Weinbauterrassen, die man heute vor allem an der Untermosel / Terrassenmosel findet. Durch Trockenmauern, die aus aufgeschichteten Steinen ohne Mörtel bestehen, wurden kleine Parzellen abgegrenzt, auf dem Wein angebaut wurde. Die meisten der heutigen Trockenmauern stammen aus dem Mittelalter - zwischen dem 12. Jahrhundert und dem 16. Jahrhundert - als die meisten Weinberge von Klöstern bearbeitet wurden. Das besondere Mikroklima der Terrassen Klima ist nicht nur besonders gut für Wein, sondern auch für seltene Tierarten, die sonst nur am Mittelmeer und in anderen warmen Gebieten vorkommen, wie der Montpellier-Ahorn und der Apollo-Falter.

Heute gibt es moderne Maschinen die auf sehr steilen, aber geraden Oberflächen maschinell die Weinreben bearbeiten und Wein ernten können. Daher wurden in den letzten Jahrzehnten viele Weinberge „flurbereinigt“, sprich die Oberfläche begradigt und Wege für die Traktoren gebaut.

 

Seit einiger Zeit werden aber viele stillgelegte Terrassen wieder erschlossen. Einerseits wurde durch die Einführung der Monorackbahn – sie können einige Exemplare am Weinberg hinter Cochem sehen – die Bearbeitung erleichtert. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass sich in Weinbergen mit Terrassen höhere Öchslegrade erzielen lassen als in flurbereinigten Steillagen.

 

Die Trockenmauern sind auch ein ganz wichtiger Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen, wie die Smaragdeideche und die Ringelnatter. Nicht zuletzt sind sie einfach schöner als flurbereinigte Weinberge und haben so auch eine gewisse touristische Bedeutung.


Böden

Sehr wichtig für die besonderen Moselweine sind die Böden. An der Mittel- und Terrassenmosel zwischen Zell und Koblenz findet man relativ flachgründige Böden aus dem Ausgangsgestein Tonschiefer, Quarziten und Sandsteinen. An der Mittelmosel zwischen Trier und Zell dominiert der Devonschiefer. Die dunklen Devonschieferböden werden sehr stark von der Sonne erwärmt und halten auch Nachts die Wärme. Dadurch geben sie den bekanntesten Moselrieslinge seine einzigartige Mineralität, Fruchtigkeit und feine Säure. Weiter Moselaufwärts (zwischen der französischen Grenze und Trier) findet man dann Böden die geprägt sind vom Rotliegenden, Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Mergel, Dogger und Lias - jeder Boden bringt andere Weine hervor. Hier findet man daher kräftigere, weniger elegante Rieslinge, Elblinge und Weißburgunder.


Geschichte und Weinbautradition der Mosel

Die Mosel war eine der ersten Weinregionen auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Bereits die Kelten haben über tausend Jahre vor Christus schon gerne und viel Wein getrunken. Es gibt Vermutungen, dass sie im Moseltal auch selber Wein für den Eigengebrauch angeboten haben, dies ist aber nicht bewiesen.

 

Die Römer die das Moseltal seit 50 v.Chr. beherrschten haben hier von Beginn an Wein angebaut und dies seit dem 2Jhd. n.Chr. im großen Stil betrieben. Alle heutigen Spitzenlagen wurden schon von den Römern mit Wein bepflanzt und es gab mehrere große Kelteranlagen. Der Großteil der Weine wurde in Trier von der Verwaltung der damals zweitgrößten römischen Stadt und von den Soldaten in der Region konsumiert. Der Wein war aber für seine hohe Qualität bekannt und wurde auch exportiert.

 

Im Mittelalter wurde der Weinbau von den Klöstern am Leben erhalten und weiter perfektioniert. In dieser Zeit wurden die meisten der Weinterrassen angelegt, die vor allem in der Terrassenmosel heute noch bestehen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren einige Moselsekte teurer und beliebter als Champagner und Moselrieslinge gehörten zu den besten und teuersten Weinen der Welt. Leider wurde in den 70er Jahren die Reputation der Mosel durch ein paar Skandale und pappig süße Billigweine von der Mosel kaputt gemacht. Seitdem wurden viele der Rebflächen die nicht für hochwertige Weine geeignet waren wieder ausgegeben und die Qualitätsanforderungen an Moselweine erhöht. Nach wie vor liegen Welten zwischen einem günstigen Riesling aus dem Supermarkt der in einer Kellerei gemacht wurde und einem Großen Gewächs eines VDP Winzers. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl, indem wir sehr hochwertige, individuelle Moselweine der Winzer Heymann-Löwenstein, Albert Kallfelz und Peter Jostock sowie Sekte von Saar-Mosel-Winzersekt für Sie ausgewählt haben.

Im Mittelalter wurde an der Mosel vor allem die Rebsorte Heunisch angebaut, die als Mutter einiger heute noch angebauter Rebsorten gilt, insbesondere von Riesling und Chardonnay. Diese Weine hatten wesentlich weniger Alkohol als heute, hatten mehr Säure und waren dünner. Sie waren lange nicht so fruchtig und wohlschmeckend wie heutige Weine. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts wurde immer mehr Riesling angebaut. Im 18. Jahrhundert wurde an der Mosel auch viel Rotwein produziert. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde auf bis zu zwei Drittel der Rebfläche an der Mosel dann Elbling angebaut, eine widerstandsfähige Rebsorte der zu frischen Weinen mit viel Säure und einer verhaltenen Aromatik führt. Danach trat der Riesling dann endgültig seinen Siegeszug an. Heute sind 61% der Weine von der Mosel Rieslinge. Weitere Rebsorten die an der Mosel angebaut werden sind Müller-Thurgau, Elbling (vor allem an der Obermosel zwischen Trier und der französischen Grenze), Weißburgunder und Spätburgunder.